Dienstag, 16. Februar 2010

Zeit zu schlafen.

Gesetzt, mich früge jemand nach meinen Zielen, so wüsste ich nichts oder zu viel zu antworten.

Ja, ich verstehe mich auf warten. Dumm nur, dass die Zeit immer pünktlich ist.

Leistungsgesellschaft. Kampf dem Zufall. Sicherheit. Aspirin bei Wetterumschwung. Sterbeversicherung. Rauchverbot. Das goldene Kalb. Schuld. Schulden. Terrornetzwerk. Megacity. Pathogen. Glück.

Zeit vergeht für schwere Köpfe langsamer, als für leichtsinnige Köpfe.

Schwere Gedanken krümmen den Raum.

Körper erschaffen Zeit.

Montag, 8. Februar 2010

Grundgedanken

Der Grund bleibt nur so lange Grund, bis sich erneute Ablagerungen auf ihm, über ihm, gebildet haben und neue Oberflächen, neue Gründe bilden.

Der Grund sind Ablagerungen des Lebens.
Eine Rechtfertigung, um vor sich die Eigenen Handlungen zu rechtfertigen?

Der Grund ist Formgebung des Erlebten. Da beständig neue Erfahrungen möglich sind, will Formgebung grundsätzlich als erneuerbar verstanden werden.

Der Archäologe legt Schichten frei und ordnet sie seinem Zeithorizont zu, der Psychologe legt Gründe frei und ordnet sie seinem Erlebnishorizont zu.

Wer auf vielen Gründen bauen durfte, weiß um die Beschaffenheit verschiedener Böden, weiß welcher Grund welches Baumaterials bedarf, weiß auch: Bauwerke müssen aktiv errichtet oder abgetragen werden, der Grund aber, auf dem gebaut wurde, wechselt hingegen ohne Eigenes zutun.

Samstag, 30. Januar 2010

Kalkulation

Wohl dem der einen
Absatzplan
Sein Eigen nennt.

Zeitlich.
Sachlich.
Geordnet.

Eine körperliche Inventur
Muss
Vorgenommen werden

Bevor
Der Plan
Die Flucht
Der Absatz
Gelingen kann.

Sorgen macht die
Bilanz.
Bilanz Macht.
Bilanz Sorgen?

Am Ende steht:
Kein Minus
Kein Plus
Ausgeglichen.


Hier ein Versuch, die Öde Welt der Betriebswirtschaft mit dem "echten" Leben in Verbindung zu bekommen.

Freitag, 29. Januar 2010

Lied des Ziegenhirten.

(An meinen Nachbar Theokrit von Syrakusä.)

Da lieg ich, krank im Gedärm -
Mich fressen die Wanzen.
Und drüben noch Licht und Lärm:
Ich hör's, sie tanzen.

Sie wollte um diese Stund'
Zu mir sich schleichen:
Ich warte wie ein Hund -
Es kommt kein Zeichen!

Das Kreuz, als sie's versprach!
Wie konnte sie lügen?
Oder läuft sie jedem nach,
Wie meine Ziegen?

Woher ihr seidner Rock? -
Ah, meine Stolze?
Es wohnt noch mancher Bock
An diesem Holze?

Wie kraus und giftig macht
Verliebtes Warten!
So wächst bei schwüler Nacht
Giftpilz im Garten.

Die Liebe zehrt an mir
Gleich sieben Uebeln -
Nichts mag ich essen schier,
Lebt wohl, ihr Zwiebeln!

Der Mond ging schon in's Meer,
Müd sind alle Sterne,
Grau kommt der Tag daher -
Ich stürbe gerne.


Eines meiner Lieblingsgedichte von Nietzsche. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich das lese! Zwiebeln auf Uebeln reimen finde ich super!

Montag, 25. Januar 2010

Evolution mal anders

Der Mensch
Hilft zu verstehen,
Warum das Tier
Die Erbsünde
Schlussendlich

Abschüttelte
Und sich dann
Den ernsten Dingen
Des Lebens
Zuwendete.

Sonntag, 3. Januar 2010

Nachdem ich das letzte Jahr gewohnt fürchterlich beendet habe, gelobe ich Besserung. Die tölpelhaften Polterer in meinem Hirn, mein alter Bekannter Herr Selbstzweifel, gemeinsam mit seiner ekelhaften Frau, Frau Selbsthass, haben mich ungeheuer angeregt und ich hoffe es bleibt jetzt für längere Zeit dabei. Unter uns: Ich mag die beiden nicht besonders. Hast du gehört, verdammtes Hirn, schütte gefälligst korrekte, mich antreibende gute Cocktails aus, sonst komme ich hoch und hau dir in dein dummes Maul. HAHA!

Ein neues Gedicht muß her:

Im Kopf

Es lenkt, es denkt, es treibt dich an
Herrscher zugleich und Untertan
Wirt zugleich und Gast
Säge und auch Ast

Es führt, es spürt, es liebt die Stille
Torfkopf zugleich und Sybille
Freund zugleich und Feind
Frei und angeleint




Soviel dazu.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Im Bann der Jahre

Lange war 2009. Rückblickend bleibt 2009 noch lange im Gedächtnis.
2009. 2009.
An alle Zeitliebhaber da draußen: Ist euch auch schon mal Zeit im Hals stecken geblieben? Oder noch schlimmer: Ist Euch auch schon mal Zeit im Hals stecken geblieben?
Wahrscheinlich nicht.

Fest steht jedenfalls, daß mein 2009 nicht Euer 2009 ist und Hölle!, ihr sollt mein 2009 auch niemals auch nur behauchen dürfen. Ihr wüßtet damit nichts anzufangen und würdet, wie es Eurer Gemeinheit entspricht, nur sudelnd Spuren ziehen. Schlammfetzen die aus erbärmlichen Seelchen tröpfeln, vermischt mit langezogenen, elenden Schreien.
Ein Schauspiel, nicht für jedermann und nur mit Gegenstinkmaßnahmen zu ertragen.

2009, das Jahr der Gleichmut. 2009, das Jahr der Wiederkunft.
2009, das Jahr der Jahre.

Bollert mal schön, laßt alles raus und benutzt keine Kondome.
Mülltüten tun es auch. *zwinker* ;-()brotzzzz